in verbindung sein

Körperarbeit

Der Körper als Schlüssel zur Veränderung.

Viele unserer Erfahrungen werden nicht nur im Gedächtnis gespeichert, sondern auch im Körper. Unser Muskeltonus, unsere Haltung und unsere Atmung spiegeln oft (unbewusst) wider, wie wir gelernt haben mit Stress, Emotionen und Beziehungen umzugehen.

In der Körperarbeit mit Bodynamic arbeiten wir direkt mit diesen körperlichen Mustern.

Bodynamic ist eine Form der somatischen Psychologie, die auf jahrzehntelanger Forschung basiert. Sie wurde von der dänischen Psychologin Lisbeth Marcher entwickelt und verbindet Körperarbeit mit entwicklungspsychologischen Erkenntnissen.

Ein zentrales Element der Bodynamic Arbeit ist der Muskeltonus. Jeder Muskel im Körper kann Informationen darüber tragen, wie wir bestimmte Entwicklungsphasen erlebt haben – etwa in Bezug auf:

  • Sicherheit und Bindung

  • Bedürfnisse und Grenzen

  • Selbstständigkeit und Autonomie

  • Willenskraft und Handlung

Manche Muskeln sind dabei eher unteraktiv, andere überaktiv. Diese körperlichen Muster können sich zum Beispiel zeigen als:

  • chronische Spannung im Körper

  • Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen

  • das Gefühl, sich ständig anpassen zu müssen

  • mangelnde Verbindung zum eigenen Körper

  • innere Unsicherheit und Ängste

In der Bodynamic Körperarbeit wird der Körper nicht „repariert“. Vielmehr geht es darum, das Nervensystem und die Muskulatur dabei zu unterstützen, neue Erfahrungen zu machen – im sicheren und würdevollen Kontakt mit dem Gegenüber.

Das geschieht durch:

  • Körperübungen

  • Wahrnehmungsarbeit

  • Berührung

  • Atemarbeit

  • Gespräch, wenn es hilfreich ist

Ein wichtiger Grundsatz dabei ist:
Du musst nicht in (alte) Geschichten eintauchen, um Veränderung zu erleben. Oft geschieht Veränderung genau dann, wenn dein Körper im Hier und Jetzt neue Erfahrungen von Sicherheit, Unterstützung und Selbstkontakt machen kann.

Jede Sitzung ist dabei individuell. Mal wird mehr gesprochen und mit Worten geteilt, mal lassen wir mehr den Körper sprechen. Manchmal braucht es einfach Stille und Präsenz. Manchmal eine Berührung. Wichtig ist mir, dass du zum Ausdruck bringen kannst, was sich gerade zeigen möchte.
Wir haben keinen fixen Plan. Vielmehr fliessen wir in deinem Rhythmus, in deinem (Körper-)Tempo.

Diese Form der körperorientierten Begleitung kann dich dabei unterstützen,

  • wieder mehr im Körper anzukommen

  • deine eigenen Grenzen besser wahrzunehmen

  • deine Ressourcen zu stärken

  • alte (Schutz-/Überlebens-)Muster zu verstehen und zu verändern

Der Körper trägt eine tiefe Weisheit in sich. Wenn wir beginnen, ihm zuzuhören, können sich Räume öffnen die ein neues Erleben möglich machen.